Lichtverschmutzung ist ein Thema, welches leider immer noch Stiefmütterlich behandelt wird. Zuerst dachte man, Wettingen habe die Hausaufgaben gemacht, doch dann hat der Gemeinderat einfach wieder am Wochenende eine Dauerbeleuchtung Wettingens Strassen veranlasst. Absolut ohne Grund. Nur weil ein paar Spätheimkehrer sonst den Heimweg nach Haus nicht finden. Ein Entscheid mit grossen, negativen Folgen für die Biodiversität und mittelfristig auch für uns Menschen. Aber wie es halt so ist – Vergnügen und Fun sind gewissen Leuten scheinbar wichtiger als der Erhalt unserer Lebensgrundlage.

Jetzt ist der Véloständer dunkel

Darum ein grosses Dankeschön an die @Migros Wettingen. Bei der Migros Wettingen war bisher die ganze Nacht hindurch das Licht beim Véloständer in Betrieb. Ein sinnloses unterfangen. Ich forderte darum die Migros auf, eine Verbesserung vorzunehmen, denn es bringt niemandem etwas, wenn ein leerer Véloständer angestrahlt wird. Die Migros hat dies positiv aufgenommen und eine tolle Verbesserung realisiert, indem ein Bewegungsmelder montiert wurde. Das Licht brennt nun nur dann, wenn wirklich jemand den Véloständer nutzt. Und es wird auch sehr schnell wieder dunkel. So dauert die Leuchtdauer etwa eine Minute. Eine gute und pragmatische Lösung. Und das nicht nur zu bestimmten Zeiten, sondern sobald es dunkel wird. Super Migros! Gratulation zu dieser kleinen, aber sehr wirkungsvollen Massnahme. Das habt ihr toll hinbekommen!

An der Fliederstrasse auf dem richtigen Weg?

Etwas unsicher bin ich mir bei den Lampen entlang der Fliederstrasse zwischen Landstrasse und Stiegelenstrasse. Auch dort forderte ich bei der Migros das Ausschalten in der Nacht (analog Strassenlampen Gemeinde Wettingen). Die Migros machte dort aber Sicherheitsbedenken geltend. Und sie haben nicht unrecht, wenn ich die Treppenstufen entlang des Gebäudes betrachte, welche in den Kellerbereich des Gebäudes führen. Diese Bedenken sind gerechtfertigt. Ein betrunkener- oder auch einfach unaufmerksamer Fussgänger könnte dort sicher im Dunkeln herunterstürzen. Migros hat aber an einer Lösung gearbeitet. Hierzu fehlt mir aber ein Feedback seitens Migros. Ich glaube es wurden andere Lampen montiert, welche dezent grünlich Leuchten und vermutlich einen anderen Specktralbereich aufweisen, welcher nachtaktive Insekten weniger anziehen sollte. Allerdings hat man bei Versuchen mit verschiedensten LED-Lampen festgestellt, dass diese nicht sehr gut gegenüber Insekten funktionieren. Aber es ist ein akzeptabler Versuch, den man beobachten muss und den ich auch beobachten werde. Auf alle Fälle auch hierzu herzlichen Dank an die Migros, welche auf solche Hinweise eingeht und einen weiteren Beitrag zum Erhalt unserer Natur, unserer Biodiversität und schlussendlich unserer menschlichen Lebensgrundlage leistet. Und dies erst noch sehr unkompliziert und schnell!

ambienteverde.ch gehört zu den Schlechtesten in Wettingen

Es wäre schön, wenn weitere Ladengeschäfte auf diesen Zug aufspringen würden- und zb. in der Nacht ihre Schaufensterbeleuchtung ausschalten. Beleuchtete Schaufenster oder beleuchtete Verkaufsräume mitten in der Nacht sind völlig nutzlos. Damit wird kein einziger Franken zusätzlich eingenommen. Im Gegenteil. Es kostet Geld und Energie. Eine sinnlose Sache. Ein ganz schlechtes Beispiel ist das Ladengeschäft an der Schartenstrasse «ambienteverde». Bei diesem Rasenmäher-Händler brennen die Spots sogar am Tag.

In diesem sehr schlechten Beispiel an der Schartenstrasse wird der ganze Laden wie ein Fussballstadion beleuchtet – und dies auch am Tag! der hellste Punkt an der Schartenstrasse.

Brief an Gemeinderat wegen Strassenlampen

Auf eine Antwort zu meinen Brief an den Gemeinderat (Strassenbeleuchtung auch am Wochenende wieder zu deaktivieren) warte ich weiterhin. Ich hoffe sehr, dass unserem Gemeinderat die Lebensgrundlage aller, auch jener ihrer eigenen Kinder und Enkel, wichtiger sein wird als das sinnlose beleuchten von leeren Strassen. Und denjenigen die in der Nacht den Heimweg nicht finden , kann die Gemeinde ja kostenlos eine Taschenlampe ausleihen.

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