Viele Medien melden, dass die Menschen ein schlechtes Jahr hinter sich haben. Ich kann mir vorstellen, dass dem auch so ist. Menschen haben ihren Arbeitsplatz verloren. Menschen sind krank geworden oder haben wegen Corona sogar geliebte Angehörige verloren. Ich persönlich erkenne hinter vielen negativen Erfahrungen eine grosse Schwäche unseres föderalistischen Systems. Der Kantönligeist, teils zu zögerliche und unfähige Verantwortliche und eine Bundesregierung, welche zu wenig auf die Spezialisten gehört hat, führte zu Chaos und unnötigem Leid.

Leider war ein Teil der Gesellschaft nicht viel besser als unsere Politiker*innen. Corona-Leugner*innen gehen mir genauso auf den Sack wie auch jene, welche sich selber nicht zurücknehmen können und keine Solidarität gegenüber den Mitmenschen zeigen.

Für mich persönlich war das Jahr 2020 nicht wirklich schlecht. Im Gegenteil – ich konnte von der einkehrenden Ruhe und von Homeoffice sehr stark profitieren und würde sogar sagen, dass es mir schon lange nicht mehr so gut wie im 2020 ergangen ist. Ich habe die seit März ausgesprochenen Schutzmassnahmen auch immer sehr genau befolgt und werde das auch in diesem Jahr beibehalten. Bisher hat es sich gelohnt.

Es bleibt zu hoffen, dass viele Menschen ihre Lehren daraus gezogen haben oder noch ziehen werden und wir die vergangenen Jahre nie mehr so erleben müssen. Wir haben nebst der Corona-Krise auch eine akute Klimakrise. Ich hoffe sehr, dass vor allem auch Familienväter und Familienmütter endlich wieder Vernunft annehmen und auf den Weg der Klugheit und Bescheidenheit zurückfinden werden. Vor allem hoffe ich, dass sich Väter und Mütter wieder mehr für die Zukunft ihrer Kinder und Enkel interessieren werden. Wenig ist mehr.

 

%d Bloggern gefällt das: