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Infos zum e-Auto, welche Nörgeler nicht gerne hören

Wenn es um Elektroautos geht, kommt es mir vor, als würde es über Corona gehen. Es hat extrem viele faktenresistente und falsch informierte Menschen, welche mit komplett irren Informationen argumentieren. Um es nochmals zu sagen: doch, die Mondlandung hat es gegeben. Und ja, die Erde ist wirklich rund und nicht flach.

Darum hat der TCS vor ein paar Tagen auf eine Anfrage eines besorgten Bürgers, etwas zu Elektroautos geschrieben. Und der TCS ist jetzt beileibe keine grüne Organisation. Die stehen vermutlich stramm auf der Seite der SVP. Und gerade deswegen sind diese Infos ein Katastrophe für alle e-Auto-Hasser und Besserwisser.

Jemand fragte den TCS:

«Bei all den neuen Elektroautos, die auf den Markt kommen, frage ich mich, ob es überhaupt genügend Lademöglichkeiten gibt und woher der ganze Strom kommen soll?»

Der TCS antwortet:

Elektroautos werden grösstenteils am Wohn- oder Arbeitsort geladen. Für einzelne Fahrzeuge reicht dazu eine geeignete Steckdose oder eine Heim-Ladestation, eine sogenannte Wallbox. Um mehrere Autos in einer Einstellhalle oder Tiefgarage gleichzeitig mit Energie zu versorgen, ist ein lokales Lastmanagement notwendig. Dieses wird zusammen mit den Ladepunkten vom Elektriker installiert. Ein Netzausbau kann damit in den meisten Fällen vermieden werden, die Infrastruktur muss höchstens punktuell verstärkt werden.

Doch auch wer sein E-Auto unterwegs an öffentlichen Ladestationen aufladen möchte, findet eine breite Auswahl: In der Schweiz gibt es heute schon über 3500 öffentlich zugängliche Stationen – das sind praktisch gleich viele wie herkömmliche Tankstellen.

Da Elektroautos mit der gleichen Menge Energie viel weiter fahren können als Autos mit Verbrennungsmotor, ergibt sich eine interessante Rechnung: Wenn die Hälfte aller 4,6 Millionen Autos in der Schweiz elektrisch fahren würden, stiege der Stromverbrauch um nicht einmal 10 Prozent! Die Energie, die heute in der Schweiz mit Solaranlagen produziert wird, würde bereits für über 700’000 Elektroautos ausreichen. Und davon sind wir noch weit entfernt.

Der Strom aus der Steckdose stammt zu rund zwei Dritteln aus einheimischer Produktion und zu einem Drittel aus Importen – 75 Prozent mit Herkunftsnachweis aus erneuerbaren Quellen, weniger als 1 Prozent aus Kohlekraftwerken. Mit diesem Strommix kommt ein Elektroauto auf knapp 25 g/CO pro Kilometer oder fünf Mal weniger als der Durchschnitt der in der Schweiz zugelassenen Neuwagen 2019.

Fazit:

Ja, auch der TCS hat zwischenzeitlich erkannt, dass dem E-Auto die Zukunft- und dem Verbrenner bereits jetzt die Vergangenheit gehört. Die Autohersteller haben Milliarden in diese Technik investiert. Sogar die LKW-Hersteller kommen langsam aber sicher für die LKWs immer mehr von Wasserstoff ab. Vor zwei Jahren wurde durch die Schweizer Transportunternehmen noch grossartige erklärt, dass sie voll auf Wasserstoff setzen werden. Doch die LKW-Hersteller sehen es in der Zwischenzeit ganz anders. Wasserstoff bei LKW mache nur noch bei Langstrecke sinn. Mittelstrecke und Kurzstrecke gehören klar den Batterien. Der grosse Hersteller MAN zb. setzt sogar zu 100% auf die Batterien, auch bei Langstrecke. Bin ja mal gespannt, wie Giezendanner und Co. nun reagieren, wenn sie überhaupt keine Wasserstoff-LKWs bekommen resp. niemand für etwas Tankstellen bauen möchte, für welches es kaum Kunden geben wird…

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