Aktualisiert vor 9 Monaten von Markus Krebs

Wasserstoff-Aussicht und deren Rolle für die Zukunft

Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeuge (FCEV) sind technisch komplexer als BEV und stecken noch in der Pionierphase. Neben der fehlenden Modellauswahl hindert auch die fehlende Wasserstoff-Tankstelleninfrastruktur die Kaufentscheidung. FCEV haben eine höhere Reichweite als batterie-elektrische Fahrzeuge, aber eine geringere als heute erhältliche Verbrenner. Die steigenden Reichweiten und Ladeleistungen der BEV engen das «window of opportunity» für Brennstoffzellen-Anwendungen bei den Personenwagen zusehends ein.

Wer grössere Reichweiten und kurze Betankungszeiten wünscht, setzt aktuell noch auf Verbrennungsmotoren. Unter einer Netto-null-Emissionen-Politik würden zunächst die reinen Verbrenner (ICE) durch Verbrennungsmotor-PHEV ersetzt. Anschliessend würden diese PHEV zusehends mit Wasserstoff-Brennstoffzellen statt Verbrennungsmotoren ausgerüstet. FCEV im Sinne von H2-PHEV könnten bei ambitiösen Klimaschutzvorgaben eine attraktive Lösung sein. Sie erscheinen attraktiver als die Herstellung von «grünen» synthetischen Treibstoffen (Power-to-liquid, PtL) für den Betrieb von PHEV mit Verbrennungsmotoren über das Jahr 2040 hinaus.

In allen Szenarien spielen die Wasserstoff-Brennstoffzellen-Personenwagen aber eine untergeordnete Rolle, mit schweizweit 0.4 bis 2.3% der Fahrleistung im Jahr 2040, je nach Szenario. Daraus ergibt sich einen Wasserstoffbedarf von 0.2 bis 1.2 PJ im Jahr 2040.

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