Der Schrebergarten ist ein Hort der Freude

Im Frühling ist es schön im Schrebergarten

Der Frühling ist natürlich generell etwas Schönes, wenn alles um die Wette blüht. Auch in den Schrebergärten kann man sich kaum satt sehen. Es lohnt sich wirklich, sich mal ein Stündchen Zeit zu nehmen und durch die Wettinger Familiengärten zu spazieren. Was mich besonders gefreut hat ist die Tatsache, dass der ehemalige Garten meines Vaters in gute Hände gekommen ist. Der erste Nachfolger hatte leider alles verkommen lassen, so dass er seinen Garten gezwungenermassen wieder abgeben musste. Jetzt scheint einer dort zu sein, welcher gewillt ist, Zeit zu investieren. Und das ist gut so.

Feste feiern

Der Schrebergarten ist perfekt, um hin und wieder ein Festchen feiern oder um einfach abhängen zu können. Den Grill in Betrieb nehmen und eine schöne Zeit haben. Freund einladen. Die Hängematte montieren und einfach nichts tun. So ein Schrebergarten ist schon etwas schönes.

Feste feiern ist nur Beilage

Wer sich für einen Schrebergarten interessiert, sollte jedoch vorrangig das Reglement lesen. Denn ein Garten bedeutet in erster Linie: harte Arbeit und erst viel später Feste feiern und abhängen. Das macht man erst dann, wenn man vom knien und bücken kaum mehr gerade stehen kann. Denn ein Garten ist zum Gärtnern da und nicht nur um Feste zu feiern. So steht’s in den Reglementen solcher Gartensiedlungen. Unkraut ist verpönt. Es sollte immer alles blitzblank und geordnet aussehen. Und weil das Unkraut gemeinhin schneller wächst als es die Gurken oder das Rüebli zu tun gedenken, wird man jeden Tag jäten. Und man wird jeden Tag Wasser geben. Und man wird jeden Tag zum Rechten schauen. Und wer dann immer noch nicht Müde ist: es gibt sicher 2 mal im Jahr allgemeine Arbeitstage im und um die Schrebergärten herum. Teilnahme wird erwartet. Und dann gibt es den Häckslerdienst – irgendwohin muss ja der Holzschnitt der Bäumchen und Bäume. Teilnahme erwünscht. Und dann hat es auch noch Toiletten – die natürlich jeder im Turnus zu reinigen hat. Zudem hat jeder Garten einen Vorstand, denn ein Garten ist meistens ein Verein. Und der Vorstand braucht Mitglieder.

Hobby nach der Pension

Ja, ein Schrebergarten ist ein perfektes Hobby nach der Pension. Das denken viele. Doch zwischen Pension und den wirklich alten Knochen liegen keine Jahrzehnte. Der Tag, an welchem man sich kaum mehr die Schuhe selber binden kann, kommt schneller als man denkt. Und dann soll man im Herbst noch die Beete umstechen? Na dann, viel Spass. Ich kaufe meine Gurke lieber in der Migros.

 

%d Bloggern gefällt das: